Weltreise, and so the adventure begins

27.12.2017 / 57400 KM
Weltreisebeginn mit ersten Hindernissen

Mit diesem Kilometerstand beginnt für uns und Schneewittchen ein neues Leben. Unsere Auszeit im Wohnmobil, aussteigen aus dem Hamsterrad. Weltreise wir kommen… Ich ändere während der Fahrt mein Whatsapp Profilbild auf “let the adventure begin”. Gesagt, getan, das Abenteuer kam dann schon bei 57500 KM! Wir biegen rechts ab auf die Ausfahrt Kandel Süd Richtung Straßburg. Plötzlich dieses Geräusch! Ich sagt zu Toni, bleib bitte sofort stehen, ich glaub wir haben einen Plattfuß! 21 Uhr, 4 Grad kalt und 2 1/2 Stunden später stehen wir mit den Kids auf dem Arm immer noch neben der Leitplanke auf der Autobahn. Wir warten mit 2 netten Cops auf den ADAC. Ganz krasse Nummer die wir hier erlebt haben. Die Menschheit hat mich hier wieder überrascht. Die Polizei sperrt die Straße mit Blinklichtern und ihrem Blaulicht ab. Wieviele dann aber doch den Blinker setzen und abbiegen. Sie kommen kurz vor dem Polizeiauto zum stehen und checken erst hier das es nicht weiter geht. Entweder versuchen Sie sich zwischen Polizei und Leitplanke durchzuquetschen oder fahren mit Schneckentempo zurück auf die Autobahn und verursachen fast noch einen Unfall. Unbegreiflich. Ich war sehr froh das die Polizeiuns abgesperrt hat! Als dann endlich der ADAC Engel kam, hatte Toni mit ihm zusammen in ca. 20 Minuten den Reifen auf der Autobahn gewechselt.

Da war es, das Abenteuer!

Für diese Nacht bleiben wir in Kandel. Nächster Morgen, ab nach Karslruhe zu einem Reifenhändler der uns angeblich einen Reifen organisieren kann. Allerdings wird daraus nichts. Das bedeutet erstmal wir fahren ohne eine Ersatzreifen weiter. Toni hofft das Götz, den alten Reifen von uns noch hat. Er hat den ihm den Reifen zum Entsorgen gegeben bevor wir losfuhren. Und wir hatten Glück! Also wieder Kehrtwendung, Richtung Heimat zurück. Das Gute am Besuch bei dem Karlsruher, er hat uns erklärt das unser Reifen mit 6,5 Bar zu wenig Luftdruck für Dauerbetrieb auf der Autobahn hat! Wir brauchen mindesten 8 Bar für diesen Reifen.

Schweiz – Italien

Nach all dem Schock des Plattfußes, und einem neuen Ersatzrad on Board geht es endlich wieder los! Es hätte schlimmer kommen können. Die Heimat verabschiedet sich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. Wir sind dem Rat meines Vaters gefolgt. Statt der kürzesten Route direkt nach Portugal, haben wir den kürzesten Weg zum Meer in die Navi eingetippt. Eine Übernachtung in Neuenburg am Rhein. Dann weiter durch die Schweiz nach Italien. Kurzer Schneeballschlacht-Stopp am Gottard. Die zweite Nacht haben wir auf dem Stellplatz in Tavernola am Comer See verbracht. Abends dort angekommen haben wir uns angezogen um noch ein paar Einkäufe vor Silvester zu erledigen. Und um unseren Pizzahunger zu stillen. Am nächsten Tag folgten wir weiter unserem Ziel “ab ans Meer”! Wir fahren auf die Autobahn Richtung Richtung Genua. Bisher hat sich die Strecke über Italien schon gelohnt und es wird immer schöner. Das Auge wird permanent belohnt. Selbst auf der Autobahn ist viel Natur zu sehen, einfach wunderschön. Die kurvige Strecke ab Mailand ist für Toni und Schneewittchen ein anstrengende Etappe. Und dann irgendwann erscheint es Horizont, wir haben das 1. Ziel auf unserer Reise erreicht. Das Mittelmeer und malerische Dörfer in den Bergen von Bella Italia. Selbst auf der Autobahn kommt man hier voll auf seine Kosten. Wir fahren ab auf die SS1 direkt an der Küste entlang. Nächster Halt in Albissola Marina. Parcheggio Margonara. der Stellplatz ist direkt am Meer und das Zentrum auch nur 200 m entfernt. Ein schöner ausgedehnter Strandspaziergang, die Kids tollen auf dem Spielplatz rum und einem leckeren Essen fallen wir müde ins Bett. Die Nacht war leider etwas laut, die SS1 läuft direkt hinter dem Stellplatz entlang und ein Ast vom Baum kratzte permanent am Schneewittchen rum. Hier wollen wir nicht bleiben. Heutiges Ziel, ein Stellplatz mit Dusche wäre was feines. Leider war die Suche nicht ganz so einfach wie gedacht. Viele Plätze waren überfüllt, die Campingplätze hatten alle zu oder befanden sich alle in sehr engen italienischen Gassen. Oder die Plätze hatten offene Duschen, mit kaltem Wasser. Es wurde schon dunkel, es war Silvester und wir hatten noch keinen Stellplatz. Auf meiner App fanden wir einen Platz in San Lorenzo al Mare bei Area il Pozzo, der unsere letzte Hoffnung war. Allerdings war dieser auch schon belegt. Aber die Besitzerin zeigte uns nebenan den öffentlichen Parkplatz und bot uns an auf ihrem Platz zu duschen. Der Abend war gerettet, der Platz war ruhig gelegen. Wir kochten uns was zu Essen, hatten 3 kleine Feuerwerkskörper für die Kids und spielten UNO.  Ein ganz entspannter, unspektakulärer aber wunderschöner Silvesterabend mit meiner kleinen Familie. Alle waren glücklich. Die 12 Uhr haben nur Toni und Tom erlebt.

Frankreich

Der folgende Tag war voller Staunen und Kopfschütteln. Unser Weg führt uns von San Remo die Küste entlang Richtung Frankreich. Monacco und Nizza haben wir nur von der Autobahn gesehen und sind dann in Antibes wieder von der Schönheit der Cote D’Azur belohnt worden. Einerseits die schöne Landschaft aber auch die Welt der Reichen und Schönen. Schrecklich wieviele Pelze hier herumlaufen!

In Antibes im Hafen finden wir nach langer Suche endlich einen Platz zum stehen, zumindest für ein Mittagessen. Ein kleiner Verdauungsspaziergang führt uns vom Hafen in Richtung einer Burg. Um die Ecke erwartet uns das Panorama von Nizza. Schneebedeckte Berge im Hintergrund, die Stadt in der Bucht gelegen, ein traumhafter Anblick. Schön anzusehen, aber wir suchen wieder den Rückzug in die Natur und einen Platz mit weniger Menschen. Und das finden wir über einen Umweg in die Berge der Provence. Eigentlich hatten wir vor, nach dem Tipp eines Franzosen am Hafen, am Lac de Sainte Croix zu übernachten. Allerdings hatten wir keinen Stellplatz gefunden und es war total windig. Wir beschließen wieder zurück zum Meer zufahren, da wir uns dort einfach viel wohler fühlen. Der Wind wurde zwar nicht weniger aber dafür war der Platz super schön.Soweit man das Nachts beurteilen kann. Wir befinden uns in Pampelonne, hinter St. Tropez. Der Wind war so stark das wir ordentlich durchgeschüttelt wurden die ganze Nacht. Doch am nächsten Morgen war der Spuk vorbei, die Sonne schien und wir hatten ein Volltreffer gelandet mit diesem Platz. Ein wunderschöner breiter Sandstrand mit Sicht auf St. Tropez, ein kleines Restaurant am Strand und rechts ab ging es in die Steilküste. Diesem Weg folgten wir, ein kleiner Pfad zeigte an, das man hier entlang laufen kann. Schroffe Felsen, einsame Buchten und ein Mann auf einem Steg, der gerade vom Tauchen aufsteigt mit ganz vielen Austern in der Hand. Genau mein Ding. Die Natur in ihrer wahren Pracht. Als der Pfad allerdings anfängt schmäler zu werden brechen wir die Nummer mit den Kids ab. Wir setzen uns in eine Bucht, genießen die Sonne und die Stille. Toni baut mit den Kids eine Steinburg, ich genieße die Zeit mit ein bisschen Meditation. Dann noch ein leckeres Essen am Strand, mit diesem Ausblick und die Kids spielen am Strand. Das ist Leben wie Gott in Frankreich. Gesättigt und leich angetütelt laufen wir zum Platz zurück. Damit wir heute Nacht nicht wieder Kopfüber liegen, platzieren wir das Schneewittchen um, nehmen im Zuge dessen Wasser auf und entleeren den Tank.
Tom hatte die tolle Idee, Visitenkarten von unserem Blog zu basteln. Er schneidet Papier in Vierecke, ich soll überall www.tonina-on-tour.de draufschreiben und die Kinder bemalten und beklebten die Karten. Auf jeden Fall sehr originell und schön sind sie auch geworden.

Unser Schneewittchen ist ja echt der Star auf der Straße. Ganz oft bekommen wir zugewunken, die Autos hupen, die Menschen lachen, wir werden fotografiert und am besten sind die, denen der Mund ganz weit auffällt und nicht mehr zugeht =) Wir kommen mit dem Schneewittchen sehr oft ins Gespräch. So treffen wir auch hier 2 nette Menschen aus dem Saarland. Über Schneewittchen und die Kinder kommen wir auf Gespräche über Gott und die Welt. Toni war dann mit Michael über eine Stunde verschwunden, obwohl sie ja eigentlich nur mit den Hunden laufen gehen wollten. Während ich mit Ute ins Schneewittchen ging um uns vor dem aufkommenden Wind zu schützen. Ich machte uns eine Tee und die Männer kamen sichtlich betrunken aus deren Pössl wieder zurück. Wir haben nur mal den Schnaps probiert, hihihihi. Es war dann Zeit die Kids bettfertig zu machen und zu abend zu essen. Die Nacht war wieder sehr stürmisch. Am nächsten morgen waren es 23 Grad auf dem Thermometer. Wir schnappen uns die Angel, ich meine Yogamatte und laufen erneut zu der kleinen Bucht. Toni angelt mit den Kids, ich genieße meine Zeit mit Yoga am Meer, meditieren und nichts tun, Bewusst/sein.

Als sich am Mittag ein paar Wolken vor die Sonne ziehen, ist das für uns der Moment für die Weiterfahrt. Auch all unsere Vorräte  sind erschöpft. Entlang der Küstenstraße geht es durch Pinienwäldern über kurvige Straßen den Berg hinauf. Immer wieder lichten sich die Bäume und machen den Blick frei auf schöne Buchten und die in den Bergen liegenden Häuser.

Frankreich Camargue

Nach einem Pitstopp bei Carrefour geht’s weiter zu einem Stellplatz am Meer in Cavalier. Die Straßen schlängeln sich auf und ab, langsam wird es dunkel. Eva schläft ein und wir kommen gegen 18 Uhr am Platz an. Doch für 20 Euro konnte der Platz uns überhaupt nicht überzeugen. Nach Hinterschitt’scher Spontanität beschließen wir uns auf den Weg in Richtung Camargue zu machen. Die Fahrt wurde allerdings noch sehr lustig. Die Navi hat uns auf eine Straße gebracht, die am Angang 2 Schilder zeigte. Zulässiges Maximalgewicht 7,5 T und maximale Länge 8 Meter. Okay, alle Kriterien erfüllt und das Abenteuer beginnt mit der ersten Kurve. komplette Strecke mit 15 Prozent Steigung geht einspurig, mit Gegenverkehr wie wir ein paar Kurven später feststellen. Schlangenkurven, Spitzkehren, steile Abhänge und Brücken die grad mal so breit sind wie das Schneewittchen fordern Tonis uns meine Nerven ganz schön heraus. Oben angekommen, mit sehr starkem Wind, müssen wir nur nochmal erneut 6 km das ganze nach unten. Ohm, Atmen und Angstschweiß. Wir haben es geschafft, ab nach Carro, auf den Stellplatz… Der Wind begleitete uns und wurde auf der Fahrt immer stärker.. Die Windböen erreichten zum Teil bis zu 80 km/h laut Wetterprogramm. Auch diese Nacht war sehr wackelig im Auto. Am nächsten Morgen ein wunderschönes Farbenspiel am Himmel über dem rauhen Mittelmeer. Das Motiv ist so schön das ich mich schnell anziehe, meine Kamera schnappe und zum Meer lauf. Die Wellen überschlagen sich, an der Küste schäumt das Meer und die Gischt spritzt die 2 Angler nass die da tatsächlich ihr Glück versuchen. Die Böen sind so stark, das ich mich richtig reinlehnen muss. Zum Glück ist es trotz Wind eine angenehme Temperatur. Toni macht die Mäuse fertig und ich schnapp mir die Hunde und gehe zum Meer zrück. Eigentlich mag ich Wind überhaupt nicht aber diese Naturkraft fasziniert mich. ich genieße die leichte Gischt, ziehe meine Mütze über die Ohren und liebe diesen Moment. Wind rauschen, Stille in mir und das Meer tobt um mich herum. Ich bringe die Hunde zurück und laufe ins Dorf zur Boulangerie. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einem Campingplatz in den Pyrenäen. Duschen, Geschirr spülen und der erste Korb Wäsche fällt an.

Spanien

Heute wird Strecke gemacht. Mit extremen Windverhältnissen rollen wir mit Schneewittchen-Super-Highspeed auf Spanien zu. In der Nähe von Perpignan hatten wir einen Platz ausfindig gemacht, der Absolut gar nicht ging. Rechts Autobahn, links Schnellstraße. Deshalb weiter nach L’Estartit. Der Platz hat super Bewertungen und soll laut Lonely Planet der schönste Platz Kataloniens sein. Allerdings auch nochmal 120 Kilometer entfernt. Die schöne Landschaft Frankreichs schwindet und Spanien rückt immer näher. Leider findet man hier nichts schönes, die Luft stinkt nach Schweinezucht und nach Rauch. Angekommen am Platz bringt der Sonnenuntergang uns nochmal ins staunen. Der Himmel zeigt sich in allen Farben. Der Platz liegt mitten im National Park. Auf den ersten Blick echt top. Viel passiert an diesem Abend nicht mehr. Essen, duschen, Bettchen. Eva kommt am nächsten Morgen hochgekrabbelt, wie immer, nur viel früher als sonst. Und jetzt stellen wir fest es war zu kalt ohne Heizung diese Nacht. Unser Fenster war noch offen, das schöne daran, die Vögle sangen uns ein schönes Liedchen. Eigentlich wollten wir Auto putzen, schrauben und Wäsche waschen. Doch die Wettervorhersage ließ uns umstimmen den Tag am Meer zu verbringen. Strahlender Sonnenschein und über 20 Grad. Wir holten die Fahrräder runter und ab ans Meer. Es war total schön, ein schöner langer breiter Sandstrand und 3 Inselchen in der Bucht. Schuhe aus, Jacken aus, ab ins Wasser. Die Kids waren späte sogar ganz nackt und hatten ne Menge Spaß. Ich muss einfach am Meer leben, das ist genau mein Ding. Im Winter den Neo an und auf den Standup Paddel raus, Kayak fahren, Angeln, herrlich! I love vitamin sea. Wir genießen den Tag, und beenden ihn mit einer Runde im Hallenbad des Campingplatzes. Der Abreisetag wird genutzt alles auf Vordermann zu bringen, und das Auto seit 1932 km das erste mal wieder zu tanken.

Ab auf die Autobahn Richtung Barcelona, die Navi sagt “Betzelone” =)
Wir fahren nach Santa Susanna, den Platz kennen wir und hier stehen wir direkt am Meer. Ankommen und Menschen treffen die wir beim letzten mal hier schon kennenlernten, das war schön!
Heute hat es den ganzen Tag geregnet und ich hab die Zeit genutzt euch zu schreiben. Ich hoffe es hat euch gefallen, bis demnächst, wenn wir wieder on Tour sind.

Gute Nacht, ToNina

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