Portugal Algarve, Tavira

Portugal Tavira Island
4×4 Allrad, Kayaktaxi und Aliens

In Huelva (Spanien) machen wir nochmal den Tank voll, da die Dieselpreise 15 Cent teurer sind als in Spanien. Wir gehen auch nochmal beim Carrefour einkaufen, doch da wir mitten in einer riesen Einkaufsmall gelandet sind, werden aus dem kurzen Stopp ganz schnell 3 Stunden. Sushi essen, H+M, neue Schuhe für die Kids und Carrefour. So kommen wir erst spät abends in Tavira Portugal an.

Toni dreht am Ende der Sandstraße um und bleibt im Strand stecken. Okay, es soll so sein, es darf uns ja nicht langweilig werden. Toni haut den Allrad rein und fährt an, doch wir haben einen riesen Stein als Gegner, und der lässt uns nicht los! Bevor wir uns noch tiefer eingraben, lassen wir das und Toni beginnt die Reifen auszugraben und legt die Sandbleche darunter. Djosa hiilft Toni beim Ausgraben. Und zack sind wir wieder draußen! Ich und die Kids gehen ins Bett, es ist ja mittlerweile auch schon 23:30 Uhr. Toni trinkt auf den “Schock” noch ein Bierchen mit Djosa, oder zwei, oder drei…

Der Stellplatz stellt sich am nächsten Morgen als wahres Schätzchen heraus. Türkisfarbenes Wasser, eine Lagune ohne Wellen, weißer Sandstrand, schöne Muscheln und Fische. Toni macht das Kayak startklar und wir benutzen es unter anderem als Taxi zur kleinen vorgelagerten Insel. Der Wind weht ordentlich, aber auf der Rückseite der Insel ist es so windstill, das man es locker mit Bikini aushält. Emi springt tatsächlich auch ins Wasser, mit lautem Geschrei… So ein wunderschöner Tag, nichtstun, kayaken, Mandalas bauen aus Muscheln, Picknick, Sandburgen bauen und chillen… Müde fallen wir ins Bett, aber die Nacht wird leider durch Jugendliche total gestört, die laut Musik hören und mit dem Auto Vollgas geben, um dann direkt neben unseren Campern mit angezogener Handbremse zu drehen! Boah, sowas macht mich ja echt kirre! Nun ja, wir waren ja auch mal jung ;0)

Am nächsten Tag bringt Emi vom Fischladen “Percebes” mit. Diese „Entenmuscheln“ sind im Übrigen gar keine Muscheln, sondern Krebse aus der Gattung der Rankenfüße. Sie ernähren sich von Plankton, das sie aus dem Meereswasser filtrieren, schwimmen aber nur im allerersten Larvenstadium frei herum. Irgendwann entscheidet sich der Krebs für die Sesshaftigkeit und klebt sich quasi mit seinem Kopf an einem Stein fest. Der Rest des Körpers wird von einer Art Schild geschützt, so dass das Tier wie ein Bein mit einem Huf am Ende aussieht. Was die Percebes so begehrt macht, ist nicht nur ihr seltsames Aussehen, es ist vor allem ihr Lebensraum, die gischtüberflutete Zone zwischen Meer und Land. Neben dem alienhaften Aussehen kommt noch ein weiterer Punkt hinzu, die gefährliche Arbeit der Percebeiros beim Pflücken. Hier gibt es ein sehr beeindruckendes Youtube-Video weshalb die Preise bis zu 350 Euro/Kilo steigen können. Geschmacklich haut es mich nicht um, als würde man einen Ozean essen, salzig und klibberig. Dazu kommt, dass die Tiere Zwitter sind, mit männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorganen. Man isst also quasi Geschlechtsteile… bom apetit!

Wir lernen hier ein französische Familie kennen und eine deutsche Familie. Schon jetzt gefällt es uns viel besser in Portugal als in Spanien. Und wenn es den Kindern gefällt, ist es umso entspannter für uns =)

Ich merke wie ich immer mehr aus dem “System” komme und die Kids viel mehr Freiheit haben. Mehr Raum zum Wachsen und Entwickeln. Nach der kurzen Zeit mit der anderen Familie, sprechen unsere Kids mittlerweile schon einfaches englisch. Alleine das finde ich schon mal sehr cool, ohne das wir ihnen ein Angebot machen, lernen sie auf einfache Art eine andere Sprache. Sie zählen auf spanisch, französich, italienisch, englisch bis zehn.

Gebt euren Kindern mehr Raum zum Kind sein, das, was Kinder für eine freie Kindheit brauchen, sind in erster Linie Geduld und Liebe. Und die hatten wir im “normalen” Alltag in Deutschland nicht. Der Leistungsdruck auf uns Erwachsene steigt ständig und das bekommen oft auch unsere Kinder zu spüren. Immer früher und immer härter werden die kleinen auf Leistung getrimmt.

Light and Love, Nina

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