El Rocio

El Rocio
Pferde, Sand und Post

Wir erreichen den neuen Campingplatz La Aldea und sind sehr gespannt was uns in der Stadt El Rocio erwartet.
Emi und ich haben unsere 10.000 Steps auf den Abend verlegt, da ich zu müden am morgen war. Und so sind wir los in die Cowboy City mit Sandstraßen und mehr Pferden auf der Straße als Autos. Die Stadt ist wie eine Geisterstadt, alle Fenster und Türen hinter Gittern verschlossen, vor jedem Haus ein Gestell um sein Pferd anzubinden. Es wirkte irgendwie unrealistisch. Wir kommen an ein Haus das aussieht wie eine Kirche, Engelbilder, Kirchturmglocke, die Tür steht offen und die Neugier treibt uns an die Tür um einen Blick nach innen zu werfen. Ein Mann steht in dem Hallenähnlichen fast leeren Raum und kehrt. Er schaut uns an und fragt was wir wollen. Zum Glück spricht Emi Spanisch und sagt ihm wir wollten nur einen kurzen Blick in die Kirche werfen. Das Gesicht des Mannes werde ich nie vergessen! Er war ganz fassungslos und sagt uns, dies sei sein privates Haus! Wir haben uns so kaputt gelacht. Nachdem wir dann weiterliefen stellten wie fest das alle Häuser in dieser Stadt so gebaut sind.
Die Stadt hat einmal im Jahr ein riesiges Fest und am Wochenende kommen die Hausbesitzer um zu feiern, ansonsten wirkt die Stadt wie verlassen. Sie liegt im Naturpark Donana, an der Stadt grenzt ein wunderschöner See, den man an einer Promenade gut zu Fuß erkunden kann. Verschieden Vogelarten sind zu sehen. Es wird langsam dunkel, wir kommen dem Centrum näher, hier gibt es eine wunderschöne Kirche und extra ein Haus in dem Tausende Kerzen brannten. Der schwarze Ruß hat die einst weißen Wände schwarz gefärbt und lange kann man sich in dem verqualmten Haus nicht aufhalten.
Ab und zu fährt ein Auto an uns vorbei, man hört die Autos kaum, weil sie auf Sand fahren, doch ihr Lichtschein gibt die Aussicht auf den Staub der Sandstraßen frei. Manchmal galoppieren dann wieder junge Kinder auf den Pferden an dir vorbei. In manchen Häusern sind Partys. Wir folgen einer Musik und dort stehen sie auf der Veranda und spielen die typische spanische Musik mit Flöte, Trommeln und Gitarre. Ein Paar Tanzt dazu, andere klatschen im Rhythmus zur Musik. Davor stehen Kutschen mit Eseln davor gespannt und Männer mit ihren Pferden. Das macht mich glücklich, ich mag es wenn es so richtig „anders“ ist. Das gewisse etwas hat. Man sehen kann wie die Tradition sich hier durchschlägt und ich mich fühle wie im spanischen Wildwildwest.
Am nächsten morgen hat auch Emi den Virus den Tom hatte und wir gehen mit den Kids nochmal durch die Stadt, Essen dort etwas und lassen die Kids Pony reiten auf dem Hauptplatz der Stadt. Es ist Wochenende und die Stadt wirkt heute kein bisschen verschlafen, es ist tierisch was los und wir fallen sehr auf mit unserer kurzen Kleidung und Flipflops zwischen den Reichen und schönen Spaniens. Alle sind herausgeputzt, die meisten im Reiterdress, mit Mützchen, Jäckchen, Reiterstiefeln und und und… Nett anzusehen doch wir wollten eigentlich nur zum Supermarkt. Wir Erledigen unsere Einkäufe und gehen zurück zum Platz. Diese Nacht dann war Toni dran mit Magen Darm Grippe. Mich hatte eine fette Erkältung erwischt und ich hoffte ich komme davon, doch nur 2 Tage Später, habe auch diesen Virus noch abgehakt. Somit haben wir fast eine Woche auf dem Platz verbracht, Kathi erreichte uns mittlerweile per Post und auch die Post aus Deutschland mit neuen EC Karten und Sim Karte fürs Handy sind da. Also haben wir doch jetzt alles erledigt, Krankheit und Post, bis auf die Führerscheine. Deshalb gehen wir wieder gestärkt ans Reisen.
Wir haben kurzfristig umenatschieden von Marokko, doch nach Portugal zu reisen. Also nächster Halt Tavira in Portugal.

 

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