driving home for christmas…

Spanien -> Frankreich -> Mont Blanc -> Schweiz -> Heimat

Die Probefahrt geht hier leider zu Ende, da wir noch eine riesengroße To-Do-Liste abzuarbeiten haben in der Heimat. Wie wir in der bisherigen Zeit im Schneewittchen feststellen konnten, gibt es auch noch das ein oder andere zu ändern, reparieren und aussortieren. Also planen wir die Heimfahrt von 1200 km über 5 Tage um nicht jeden Tag zu viele Kilometer zu fahren. Die Kids freuen sich auf Schnee in der Heimat und Weihnachten. Ich freue mich sehr, die liebsten Menschen in meinem Leben nochmal alle zu sehen und mit Ihnen bewusst Zeit zu verbringen.

Von Santa Susanna gehts über die französiche Grenze, durch stark duftende Pinienwälder, nach Gruissan. Wir schlafen euf einem Stellplatz im Hafen für eine Nacht. Am nächsten Morgen geht es weiter. Unser Weg führt uns entlang der Küste, an etlichen Seen vorbei. In Saint-Pierre-la-Mer machen wir einen Zwischenstopp. Hier sieht es aus wie in der Camargue, im Etang de Pissevache, dem Brutgebiet vieler Zugvögel entdecken wir wieder die rosanen Flamingos. Es ist so schön die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Solange bis Tom kommt, dann waren sie weg! Der Spaziergang geht weiter zu einem großen Sandstrand. Die Muscheln hier sind Handteller groß und bringen Tom auf die Idee eine Muschelburg zu bauen.
Nach unserer Pause schlängeln wir uns durch die kleinen französischen Dörfchen hinauf bis nach Sète. Man nennt es auch das „Venedig des Languedoc“. Wir beschließen ab hier wieder auf die Autobahn zu fahren um ein Stück zu bekommen. Die Navi leitet uns durch Minigassen und Kehrtwendungen bis zum höchsten Punkt von Sète. Ganz langsam kriechen wir die 20 Prozent Steigung nach oben und haben einen Megaausblick über die Stadt und noch weiter hinaus. Schade das es dunkel ist, aber dennoch ein schönes Bild. Die Pause kommt gelegen, das Schneewittchen kommt bei 20 Prozent Dauersteigung an seine Grenzen, denn die Motortemperatur steigt auf 95 Grad. Nach der kurzen Pause geht es wieder 20 Prozent Steigung abwärts!

Ab auf die Autobahn, wir geben Gas und kommen erst wieder Nachts in der Provence zum stehen, deshalb dazu auch keine Bilder. Weiter durch das Rhonetal bis zum Mont Blanc. Die Kinder wollten Schnee, den können sie haben! Kurzfristig biegen wir hier ab nach Chamonix. Leider wird es mit einer Übernachtung hier nichts, da der einzig geöffnete Campingplatz total zugeschneit war. Ohne Schneeketten war uns das zu riskant. Also bleibt uns nur die Zeit für eine Schneeballschlacht und einen kleinen Spaziergang. Die Navi leitet uns weiter Richtung Genf, allerdings ist die Straße gesperrt weil sie nicht geräumt wurde. Wir fahren also vorbei an der Straße, die wir eigentlich abbiegen sollten und denken uns noch nichts dabei als die Navi sagt wir sollten die nächste Straße zum umkehren nutzen. Doch leider war das nicht möglich, alles war zugeschneit und wir kraxelten immer weiter den Berg hinauf. Bis es nicht mehr weter ging! Erst bei 1508 Meter kam die Erlösung. Die Straße endete vor einer Seilbahn, der Parkplatz unsere einzige Möglichkeit zu drehen. Auf dem total zugeschneiten Parkplatz, voll mit Autos, hatten wir jetzt auch noch den Skibus im Nacken. Ganz langsam und mit Angstschweiß ging es jetzt das ganze umgekehrt wieder Bergab, in der Hoffnung das Schneewittchen kommt jetzt nicht zum rutschen. Tonis Blicke waren schon leicht panisch, aber wir sind wieder unversehrt in Chamonix angekommen und mussten leider den ganzen Pass wieder zurück in Richtung Genf. Hier haben wir uns für diese Nacht ein Hotelzimmer gemietet um uns alle mal wieder duschen zu können. Den nächsten Tag fuhren wir durch bis nach Hause!

14 Tage im Wohnmobil, bei Schneematsch, wie werden wir das bloß überstehen!? Die erste Woche mit den Erledigungen verging recht schnell, da wir echt noch viel zu tun hatten. Dann kam auch schon die Weihnachtszeit und somit auch die Zeit zum Abschied nehmen. Erst wenn du die Dinge mal mit Abstand betrachten kannst, wird dir ganz schnell klar, wie sehr dir die Menschen am Herzen liegen! Immer noch kann ich sagen, das die Entscheidung alles zu verkaufen sich definitiv noch richtig anfühlt. Denn all das vermisse ich überhaupt nicht! Anders ist das aber mit Freunden und Familie, hier schaut ein weinendes und ein lachendes Auge auf den Abschied für unsere Reise. Doch unsere Route nach Asien führt uns im Sommer nochmal durch Deutschland, somit ist es nur ein Abschied für einen “langen” Urlaub. Für uns ist ja so das wir etwas großes, tolles vor uns haben. Wir freuen uns sehr auf unser neues Leben, in Freiheit!

Freiheit ist für mich, wenn ich tun kann, was ich will. Wenn ich die Macht habe, selbst zu entscheiden, wie mein Leben aussieht. Freiheit bedeutet für mich, unabhängig bzw. uneingeschränkt zu leben, nach meinem eigenen Willen und nicht nach Gesetzen oder einem Herrscher. Denn wenn ich ohne Angst und Zwang leben kann, fühle ich mich frei. Auch ist es Freiheit für mich, wenn ich so sein kann, wie ich bin, einfach ich. Und genauso wie ich eben bin akzeptiert werde. Ich verspüre Freude, wenn ich frei bin. Mich kreativ ausleben zu können, ob es sich dabei ums fotografieren, schreiben, malen, musizieren, singen oder tanzen handelt, macht für mich Freiheit aus.Freiheit ist für mich ein Glücksgefühl, nach dem ich mich sehne.

Und wie fühlt sich für dich Freiheit an? Hast du schon mal darüber nachgedacht, was „Freiheit“ eigentlich bedeutet? Ganz bestimmt, oder? Würdest du dich als „frei“ bezeichnen? Wann fühlst du dich frei? Wie fühlt sich Freiheit eigentlich an? Wo in deinem Körper spürst du sie? Oder hast du sie vielleicht noch nie empfunden? Ob wir als Menschen nun frei sind oder nicht- das ist immer Ansichtssache. Doch ich bin der Meinung, dass wir zumindest den ersten Schritt wagen und in unseren eigenen Köpfen beginnen können, uns selbst freizumachen, indem wir unser Glück nicht so sehr von äußeren Einflüssen abhängig machen, sondern stattdessen mit uns selbst Freundschaft schließen: Uns selbst von unseren einschränkenden Gedanken, unkontrollierbaren Gefühlen und uns ausbremsenden Ängsten lösen und einen Mindshift vornehmen- denn was Freiheit für dich bedeuten soll und ob du dich frei fühlst- das liegt ganz allein bei dir.

Namasté, deine Nina

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